Kreativ trotz Kleinkind?

April 2, 2020

 

Ok, ich gebe zu - der Titel ist etwas provokant. Natürlich wissen hoffentlich alle, dass man gerade mit Kindern kreativ sein soll. Aber diesmal geht es schwerpunktmässig einmal nicht darum, ob die Kinder gerade schön kreativ sind, sondern darum, dass auch ich als Mami immer wieder das Verlangen verspüre, mich kreativ zu betätigen.

 

Ich gebe zu - ich wollte es nicht wahrhaben bis ich selbst Mami war: Mit kleinen Kindern zu Hause fehlt schlichtweg oft die Zeit ODER die Kraft, sich in einen Künstlermodus zu begeben.

 

Folgendes sind die Stolpersteine zum Kreativsein:

 

- Kurze Schlafzeiten bei jungen Babys: So kommt niemand so richtig in "Mal-Laune", wenn man, kaum hat man die Malsachen hervorgeholt, schon wieder durch ein süsses Jammern (oder lauthalses Schreien ;) ) aus dem Kreativsein geholt wird.

 

- Übermüdung: Nach einer durchwachten Nacht kann der kleine Kerl noch so nett für sich spielen, da schaffe ich es oft einfach nicht, mich zu irgend einer kreativen Tat zu bringen. Da bin ich einfach froh, wenn der ganz normale Alltag seinen Lauf nimmt und wir ihn ohne grösseren Krisen, ausgelaufenen Windeln oder roten Hintern überstehen.

 

- Grosses Interesse an dem was Mama macht: Sobald mein Kleiner realisierte, was man mit Buntstiften oder Pinseln alles tolles machen kann, war es mit der Ruhe beim Malen ohnehin vorbei. Jetzt will aktiv mitgemalt werden!

 

 

Hier jetzt meine Tricks:

 

1. Ein fixer, ordentlicher Arbeitsplatz

Damit du schnell kreativ sein kannst, ist es am besten, wenn alles griffbereit auf deinem Schreibtisch / im Regal bereit liegt. Ideal sind hübsche Schachteln, in welchen du dein Material schnell wieder versorgt hast, damit alles wieder schön ordentlich ist. Mir gefallen besonders die Schachteln KVARNIK von IKEA. 

 

 

Das Ziel vom fixen Arbeitsplatz habe ich zwar noch nicht erreicht, weil unsere Wohnung schlichtweg zu klein ist. Aber ich habe mir all mein Material in den Schachteln und in einer Schublade im Wohnzimmer so organisiert, dass ich schnellen Zugriff dazu habe, es aber alles auch schnell wieder verräumt ist.

 

2. Projekte mit schnellen Erfolgen:

Weil die Zeit oft kurz und knapp ist, habe ich mich dazu entschieden, momentan nur Projekte mit "schnellem Erfolg-Garantie" anzugehen. Keine detailreichen, komplexen Aquarellbilder. Die Ölfarben habe ich gleich in den Keller gestellt, weil es unmöglich ist, ein langsam trocknendes Ölbild in unserer Wohnung von unserem jüngsten Mitbewohner fernzuhalten.

Auf Pinterest finden sich gerade im Bereich "Watercolor" massenweise schöne Ideen! 

 

Eines meiner letzten Projekte findest du unter dem Blog-Beitrag "Lettering mit Kindern" in der Rubrik "Künstlerisch"

 

 

3. Kleinkinder einbinden

Jetzt fragst du dich vielleicht: Also wie jetzt? Das ist doch genau mein Stolperstein!

Aber wenn ich auch mal kreativ sein möchte, wenn mein Sohn wach ist, dann muss ich ihn irgendwie teilhaben lassen an dem, was Mama da Schönes macht.

Da bin ich wieder bei den Wasserfarben: Sie sind optimal für kleine Kinder: nicht giftig, färben schön, gehen auf allen Kleidern & Händen wieder aus. 

Ich habe jetzt einen Malkasten für Leon und einen für mich. Wenn wir also gemeinsam malen, versuche ich ihn mit seinem Malkasten etwas zu "beschäftigen" ohne dabei die grosse Krise zu bekommen, wenn mal das Wasserglas ausleert.

 

 Junger Künstler am Werk 

 

 Tischüberflutung - jetzt keine Panik schieben! Lieber immer einen grossen Lappen zur Hand haben.

 

 

4. Babys zuschauen lassen

Wenn du noch ein Baby hast, ist es auch möglich, es in deiner Nähe auf den Boden zu legen oder im Babysitter zu dir gerichtet und so lange an deinem Künstlerprojekt zu arbeiten, wie das Kleine halt zufrieden ist. Bei mir hat das immer mal wieder für kurze Zeiten geklappt. :)

 

 

 

 

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